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Du hast den Begriff „Ausstieg aus dem Hamsterrad“ sicher schon einmal gehört – dies beschreibt sehr treffend, wie einen die Alltagsmühle zermürben kann und wie wichtig es ist, aus diesem Trott oder Wahnsinn auszusteigen.

Selbsterkenntnis ist meiner Meinung nach eine wichtige Voraussetzung, damit dieser Ausstieg gelingen kann. Den eigenen Beweggrund zu kennen, ist die Hauptquelle für Motivation und Energie: Hier meine Antwort auf die Frage, warum ich tue, was ich tue.

Aussicht

Ich bin oft an Grenzen gestoßen, wenn es nur um die klassischen Wege der Selbsterkenntnis ging und ich bin so froh, dass ich verschiedene Methoden zusammen mit Kreativität kombinieren konnte. Das macht die ganze Reise um vieles effektiver!

Ein Szenario…

Stell Dir vor, du bist auf einer langen Reise… Meistens ist das Wetter ganz okay, und die Landschaften durch die du kommst, sind sehr gefällig.

Doch manchmal verirrst du dich. Du gerätst in eine Wüste oder ein Dickicht und manchmal wird es sumpfig oder neblig. Du verlierst den Überblick und an der ein oder anderen Kreuzung weisst du einfach nicht weiter.

Manchmal schifft es auch aus allen Wolken und du bist heftigen Unwettern ausgesetzt. Erleichtert findest du einen notdürftigen Unterschlupf und am nächsten Tag geht es weiter. Manchmal fühlst du dich kraftlos, willst am liebsten aufgeben.

Doch innen drin brennt ein kleiner Funke, der dich fühlen lässt, dass du deinen Weg weitergehen willst, dass diese Reise weitergehen muss, du weiter deinen Weg suchen musst und dieser Funke ist Antrieb und Kraftquelle, um auch in schwierigem Gelände und bei schlechten Bedingungen weiter zu machen.

Manchmal erinnerst du dich noch an eine frühere Anhöhe, von der aus du weit in das Land blicken konntest und du hast die Aussicht genossen und dich gut gefühlt, doch der Weg führte weiter und gerade jetzt bist du wieder einmal in sumpfigem Gelände.

Auf einmal findest du ein abgewetztes und verwittertes Stück von einer Karte. Ein erster Hinweis auf die Richtung, in die es gehen könnte. Man kann erkennen, dass es eine größere Karte sein muss.

Du machst dich auf die Suche, der Instinkt führt dich weiter… jetzt weißt du, dass es ein größeres Bild geben muss.

Doch allzu oft musst du registrieren, dass du im Kreis gegangen bist. Die Suche wird anstrengend, und immer wieder im Sumpf oder Nebel zu stehen, macht auf Dauer keinen Spaß.

… als Methapher für die Lebensreise

Das obige Szenario ist eine Metapher für das, was ich über weite Teile meiner eigenen Lebensreise erlebt und gefühlt habe. Oft sind mir Widrigkeiten des Lebens ins Gesicht geweht und dennoch habe ich immer an meinem Weg, meiner Reise und meiner Suche festgehalten.

Ich habe wie in einem Puzzle geduldig Teil für Teil der „Karte“ zusammengetragen und konnte dann – zuerst nur unklar und dann mit der Zeit immer deutlicher – das große Ganze erkennen: Meine Berufung, meine Mission, meinen persönlichen Daseins-Zweck – um es mal etwas pathetischer auszudrücken.

Dieses innere Wissen um einen Funken, der mich auf diesem Weg weiter trägt, hat mich bei der Stange gehalten. Jahrzehntelang habe ich alle möglichen Wege der Selbsterkenntnis beschritten und erforscht.

Vom Suchen zum Umsetzen

An einem bestimmten Punkt habe ich glücklicherweise auch die Abzweigung erkannt, die mich vom reinen Wissen über meine Berufung hin zur Verwirklichung im Leben geführt hat. Der Wendepunkt von der Suche hin zur Umsetzung ist ein extrem wichtiger Punkt. Ich war lange Zeit in der Gefahr, auf ewig ein Suchender zu bleiben.

Mein Anliegen

Heute schreibe ich hier, weil es mir ein Anliegen ist, dass sich jeder Mensch selbst so gut kennen lernen soll, dass er seinen innersten Wesenskern, seine Mission, Berufung und seinen ganz individuellen Weg zum Glück finden und beschreiten kann.

 

Ich glaube fest daran, dass ein klares Bild vom eigenen Lebenssinn das Leben erleichtert. Es ermöglicht einem, Entscheidungen auf einer ganz festen und gut gegründeten Basis zu treffen.

 

Mit einem klaren Bild vor Augen ist es leichter, ein Ziel zu verfolgen und sich nicht in Nebensächlichkeiten zu verzetteln. Diese innere Vision zu kennen ermöglicht es, die verfügbaren Kräfte zu bündeln und wirklich voranzukommen, anstatt sich im Klein-Klein eines hektischen Alltags zu verlieren.

 

Und zu guter Letzt schreibe ich hier, weil ich das Gefühl und die Angst kenne, das eigene Leben zu vergeuden. Die Angst, am Ende meines Lebens ein ganz großes Bedauern fühlen zu müssen, hat mich an meiner Suche festhalten lassen.

 

Gegen die Aussichtslosigkeit des Lebens

Es schmerzt mich, in meiner Umgebung so viele Menschen zu sehen, denen offenbar jegliche Freude abhanden gekommen ist. Die sich nur noch in grauem Alltag getrieben sehen und denen die allgemeinen Zwänge die Daumenschrauben anlegen und ein schweres Joch auferlegen.

Es schmerzt mich, so viele unglückliche und traurige Menschen zu sehen, die sich nur noch berieseln lassen können. Die vermutlich auf vielerlei Weise versuchen, sich zu betäuben und die schon lange nicht mehr wissen, ob sie überhaupt noch lebendig sind.

Es schmerzt mich, dass so viele Menschen scheinbar den Kontakt zu sich selbst vor langer Zeit verloren haben. Es scheint, als würden sie in einem hektischen, voll gestopften und doch grauen und sinnentleerten Leben vor sich hin vegetieren.

Die Suche endet nicht mit einem Fund

Ich schreibe, weil ich viele Jahre selbst auf der Suche war. Ich habe auf diesem Weg der intensiven Suche nach meiner Berufung und meinem Lebenssinn viele Erfahrungen gemacht, die ich mit meinen Lesern und Leserinnen gerne teilen möchte.

Den Stein der Weisen habe ich bis jetzt nicht gefunden, aber ich habe erfahren, dass die Suche nach dem Sinn und dem Glück ein zutiefst persönlicher und individueller Prozess ist.

Diese Suche ist ein Prozess, in dem Stück für Stück ein Bild von einem großen Ganzen zusammengetragen wird. Es gibt wahrscheinlich keinen ultimativen Moment, in dem ein Schalter umgeschaltet wird und danach ist alles wie im Paradies. Aber es gibt eine konstante Entwicklung hin zu mehr Klarheit, mehr Überblick und leichterer Entschlusskraft.

Den Lebenssinn muss man nicht finden. Es gibt nichts, was verloren gegangen ist, nur etwas, was wiederentdeckt werden möchte. Wer lernt, die Hinweise in seinem Leben zu lesen, kann sein Leben aktiv in die eigenen Hände nehmen und gestalten.

Ich habe erfahren, dass insbesondere die Kreativität ein unglaublich wunderbares Werkzeug zur Selbsterfahrung ist und ich will mein Wissen und meine Erfahrung mit diesem Werkzeug hier weitergeben.