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Ich bin ein „Tausendsassa“ und dies ist mein Newsletter.

Mich interessieren wahnsinnig viele Sachen. Am liebsten gleichzeitig.

Ich mache nicht nur Design, sondern auch Musik… und vieles mehr.
Ich bin kreativ, experimentiere und entdecke tausenderlei interessante Dinge.

In meinen [Kreativbriefen] gibt es die ganze Bandbreite: Malerei, Fundsachen, Tiefschürfendes, Lebenspraktisches und den Blick über die Schulter.

Wenn du mitlesen willst, … hier ist ein Beispiel und ganz unten das Anmelde-Formular.

 

Kreativ-Brief (Beispiel)

 

[Kreativ-Brief]

 

 

Perfektion ist Lähmung.

Winston Churchill

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Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich meinen Zeichentisch tatsächlich freigeräumt habe und alle die Stapel weggeschafft habe, die mir ein kreatives Arbeiten verwehrt haben.

Doch auch mit dem leeren Tisch war es nicht so, dass ich mich plötzlich jeden Tag hingesetzt hätte. Die vielen wunderschönen bunten Bilder, die ich so vermisse, fließen immer noch nicht wieder einfach so aus mir heraus.
Natürlich hab ich mich als Kopf-Denk-Tierchen hingehockt und überlegt, woran das liegen könnte. Eine der ersten Ideen war, dass ich mich womöglich nicht entscheiden kann, wo ich denn anfangen soll.

Einfach weiter machen wie bisher?

Dann hätte es ja auch funktioniert, mich nur an den Tisch zu setzen und zu malen. Irgendwo schien noch ein anderes Thema verborgen zu sein.

Womöglich hat es mit dieser einen Idee zu tun:

Ich nehme in diesem Jahr an einem Projekt teil, wo es darum geht, jeden Tag (!) seinen „kreativen Kopf“ zu aktivieren – es ist ein Kurs, bei dem ich täglich ein kleines Video geliefert bekomme, in dem eine kleine Übung oder etwas anderes Kreatives geliefert wird.

Was zunächst nach einer leichten und machbaren Aufgabe und nach jeder Menge Spaß klang, entpuppte sich für mich als emotional aufreibendes Projekt.

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Ich glaube, ich schäme mich, dass ich an Tag 17 aus dem täglichen Rhythmus herausgefallen bin und dann mehrere Monate gebraucht habe, um hier einen Wiedereinstieg zu finden.

Ich glaube, es geht um dieses Gefühl, versagt zu haben.

Ich habe meine eigenen Erwartungen – wieder einmal – nicht erfüllt.

Ich folge einem Perfektionismus, der jeder spielerischen Auseinandersetzung mit dieser eigentlich guten Idee einer unglaublichen Brutalität entgegensetzt und alles niederschmettert und zunichte macht.

Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie sehr Perfektionismus mich lähmt.

Ich weiß nicht, was letztlich das Gegengift gegen diese inneren Stimmen ist – aber ich habe trotzdem wieder einen Anknüpfungspunkt gefunden.

Ich habe in meinem Bullet-Journal eine Übersicht angelegt und eine schonungslose Bestandsaufnahme gemacht. Und das war nicht einmal schlimm.

Die Übersicht zeigt mir zwar, dass ich eine große Lücke zwischen Tag 17 und Tag 116 habe, jedoch sehe ich auch, dass ich es geschafft habe, wieder einzusteigen.

Ich sehe, dass ich von 127 bis 138 die Videos wieder angeschaut habe. Ich sehe, wo ich auch wieder etwas in mein Skizzenbuch eingetragen habe. Und ich habe ein Gefühl dafür bekommen, dass es wirklich Spaß macht, jeden Tag nur eine Kleinigkeit zu machen.

Ich weiß jetzt auch, dass ich an meinen zu großen Ansprüchen gescheitert bin, ich wollte es einfach toll und perfekt machen… und damit habe ich mir vielleicht zu große Dinge vorgenommen.

Meinen jetzigen Anspruch habe ich ein bisschen zurück geschraubt.

Ich will es einfach nur „einfach“ machen.

Ich erlaube mir:

  • dass ich die Stifte nehmen darf, mit denen ich mich leicht tue: Füller, Bleistift. Vielleicht Filzstifte und Kuli.
  • dass ich nicht malen muss.
  • dass es nicht bunt sein muss.
  • dass ich nicht um jeden Preis mit Farbe rum hantieren muss.
  • dass ich es auch ganz schlampig erledigen darf.

Ja, das nimmt Druck heraus.

Und es macht einen kleinen Weg frei, doch nochmal nach dem Spaß und der Freude in dieser ganzen Idee zu suchen.

So wie es eigentlich gedacht war.

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Nützliche Links

  • Ich verwende das Projektbuch von Carla Sonheim für mein 365-Tage-Vorhaben: [klick]
  • Carlas Kurs „activate your art brain!“ ist auch jetzt noch erhältlich (English only) – hier kannst du dich ausführlich informieren: [klack]
  • … und wie du siehst, ist es völlig egal, an welchem Tag wir heute sind, denn: Ein 365 Projekt kann an JEDEM Tag des Jahres begonnen werden.
  • Und: ein 365-Projekt ist immer eine große Herausforderung – aber auch immer lohnend. Du  lernst unglaublich viel über dich selbst – auch und gerade, wenn es zunächst nach Scheitern aussieht.

Hast du Fragen? Du kannst mir jederzeit auf diese Mail antworten!

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Perfektion ist Lähmung.

Von meinem Mann habe ich unlängst eine Postkarte geschenkt bekommen mit dem Text: „Man sollte einfach ein paar Dinge von der To-Do-Liste auf die Was-Solls-Liste setzen.“

Mir gefällt diese Idee mit der Was-Solls-Liste und ich weiß, was auf jeden Fall auch auf diese Liste gehört: die eigenen zu hohen Ansprüche.

Lass mehr weg.

Mut zu Lücken. (ja richtig, Mehrzahl!)

 

Es grüßt dich herzlich,

Deine Claudia