09241-80 86 688 post@claudia-schramm.com
Seite auswählen

Morgenseiten

Die Morgenseiten unterscheiden sich vom „klassischen“ Tagebuchschreiben durch die Art und Weise, wie der Text verfasst wird – hier eine Anleitung in Kurzform:

10 bis 15 Minuten werden ohne anzuhalten und an einem Stück ungefiltert alle Gedanken aufs Papier quasi „ausgeschüttet“.

Man schreibt so schnell man kann. Wenn der Gedankenfluss ins Stocken kommen sollte, dann bleibt der Stift trotzdem in Bewegung und man schreibt eben „mir fällt jetzt aber grad nix mehr ein“ oder auch „ääähhh“.

Ganz hilfreich ist ein Küchenwecker. Einige Minuten einstellen und schreiben, bis er klingelt.

Alles, was einem in den Sinn kommt, wird wie es kommt aufgeschrieben, ohne zu korrigieren oder am Ausdruck zu feilen. Falsche Wörter, Rechtschreibfehler, alles kein Problem.

Klärende Wirkung

Morgenseiten haben eine reinigende und klärende Wirkung. Die Gedanken werden einfach mal schnell aufs Papier geschüttet. Dadurch unterbricht man den Kreislauf der Grübelei. Die Gedanken erscheinen quasi sichtbar als eine Form, als ein „Gegenüber“ und können jetzt erstmals inspiziert werden.

Ich habe jahrelang Morgenseiten geschrieben und meine Erfahrung ist durchweg, dass mein Tag leichter und klarer verläuft, wenn ich am Morgen zum Schreiben gekommen bin.

Ich möchte das Schreiben nicht mehr missen.

Probieren Sie es doch gleich mal aus! Für einen ersten Eindruck mit den Morgenseiten brauchen Sie nur wenige Zutaten:

  • ein Heft oder einen Block
  • einen Stift
  • einen Küchenwecker

Stellen Sie den Wecker auf 3 Minuten und schreiben Sie ohne abzusetzen, was Ihnen gerade durch den Kopf geht.

Wie ist diese Erfahrung? Gibt es womöglich überraschende Gedanken, die Sie aufschreiben?