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Einen Arbeiter habe ich gefunden: Eine kleine Gummifigur lag auf der Straße zu unserem Haus. Einsam und ein wenig in eine Pflastersteinritze gerutscht.

Ein Traktorfahrer ist er wohl, also ein Landwirt, der im Rhythmus der Jahreszeiten das Land bestellt, sät, hegt, pflegt und erntet, Tiere versorgt und füttert.

Mit seinem Tun gestaltet er die Kulturlandschaft um uns herum. Sein Arbeiten ist die Basis für unsere Nahrung. Im Winter wird es etwas ruhiger und im Frühjahr gibt es einen neuen Anfang. Sommer und Herbst bieten mit den langen hellen Tagen genug Zeit und Licht, um die viele Arbeit zu tun. Unermüdlich tut er, was immer getan werden muss.

2013-07-04

Dass es jetzt ohne sein eigentlich angestammtes Fahrzeug auskommen muss, macht dieses Figürchen nicht weniger liebenswert – noch im Arbeitsanzug sitzt es da, die Hände, die sonst das Lenkrad umspannen, könnten in dieser sitzenden Pose gerade so gut einen Laib Brot und ein Brotzeitmesser halten.

Auf einem Stein hat der Landwirt jetzt einen Sitzplatz in meinem Atelier gefunden und symbolisiert für mich:

Arbeiten – tun, was immer erforderlich ist … und auch einmal Pause machen können.

Dass er jetzt keinen Traktor mehr hat, ist finde ich nicht so schlimm. Er wird immer ein Landwirt sein, weil das sein Wesen ist. Ich sehe in dieser Figur auch, dass sie sich am richtigen Fleck weiß. So viele Gedanken stecken für mich in dieser kleinen Fundsache.

Liebe Grüße an das unbekannte Kind – das Spielzeug-Figürchen hat bei mir jetzt einen Ehrenplatz.